Schulkonferenz: 18.11.2021

  1. UNESCO-Projektschule (Zielsetzung):

Der Status „UNESCO-Projektschule“ soll erhalten bleiben. Daher wird die Schule unter Einbindung aller Jahrgänge verstärkt Projekte zu den Inhalten der UNESCO durchführen. Ein wesentlicher Fokus soll auf dem Weltkulturerbe liegen.

  1. Lehrmittel (Vorgehensweise der Erfassung)

Am Ende des 1. Schulhalbjahres soll erfasst werden, ob die Lehrmittel, die die Eltern selbst zahlen (Arbeitshefte) im 1. HJ genutzt wurden. Das Ergebnis der Auswertung soll sich auf die Bücherzettel/Bestellung auswirken.

  1. Weitere Laptop-Vergabe für bedürftige Schüler

            Erfolgt nach Bedarf.

  1. Festlegungen zu außerschulischen Angeboten finanziert über das Thüringer Schulbudget im Schuljahr 2021/22

Beschluss: Die Schulleiterin vergibt einzelne Maßnahmen im Rahmen des außerunterrichtlichen Angebots und der Gesundheitsförderung für Schüler und Pädagogen über Mittel des Schulbudgets. Dies kann auch Vorhaben in den Schulferien inkludieren.

  1. Festlegungen zu Klassenfahrten/Fahrten LaaO im SJ 2022/23

Beschluss:   

  • Klassenfahrten finden in der 5./7./9./11. Jahrgangsstufe statt.
  • Sollte die Pandemiesituation im Schuljahr 2021/22 erfordern, dass Klassenfahrten in der 5./7./9./11. Jahrgangsstufe nicht stattfinden können, sollen diese in der 6., 8.,10. und 12. Jahrgangsstufe im darauffolgenden Schuljahr 2022/23 nachgeholt werden.
  • Im Schuljahr 2022/23 finden Klassenfahrten für alle Jahrgänge in der zweiten Woche vor den Sommerferien statt, außer für die 5. und 12. Klassen. Diese Klassenfahrten finden zu Beginn des Schuljahres statt.
  • Beantragt werden auch das Chorlager, das Tennislager, das Skilager, die Taizé-Fahrt und die Projektfahrt nach Friedrichsrode (Kooperation zwischen Kunst und Orchester).
  • Weitere fachspezifische Fahrten können beantragt werden.
  1. Neue Turnhalle/Essensversorgung

Der Vorstand des Schulfördervereins hat am 01.12.2020 im Schulausschuss des Ilm-Kreises ein Projekt zur gesunden Ernährung und Einnahme des Schulessens (gefördert durch die GFAW – Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen mbH) vorgestellt, da laut Landratsamt der Schulausschuss darüber befinden sollte, ob die Schule dieses Projekt durchführen kann. Schulausschussmitglieder waren sehr angetan von dem Projekt, weil:

  • Fördermittel in Höhe von 80.000 Euro in die atmosphärische Gestaltung des Foyers und die Qualität des Essens (Einsatz von Konvektomaten) fließen würden,
  • der Förderverein die 8.000 Euro benötigte Gegenfinanzierung aufbringen würde – nicht das Landratsamt,
  • alle Nutzer des Foyers (Vereine) von der Umgestaltung profitieren würden.

Am Ende der Präsentation teilte die Landrätin mit, dass man aber auch die Neuorientierung der Essensversorgung in den Neubau der geplanten Turnhalle auf dem Gelände des Gymnasiums integrieren könnte. Dies hätte den Vorteil, dass wesentlich mehr Kinder perspektivisch ein gesundes Essen einnehmen könnten.

Mitglieder des Vorstandes wiesen auch darauf hin, dass das Projekt der GFAW Fristen hat und auslaufen wird, so dass der Schulausschuss zügig eine Entscheidung treffen müsse.

Bis zu diesem Zeitpunkt war der Schule nicht bekannt, dass eine neue Turnhalle auf dem Schulgelände erbaut werden soll. Die alte baufällige Ein-Felder-Halle wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt, daher ist ein Neubau nötig, um den Schulsport abzusichern. Die Option, auch die Essensversorgung zu integrieren, ist reizvoll, weil dadurch mehr Platz geschaffen werden könnte, um viel mehr Kindern die Teilnahme an der Schulspeisung zu ermöglichen – was Familien entlasten würde. Des Weiteren ist der Schule in Aussicht gestellt worden, die neue Halle auch als Aula nutzen zu können, da das Gymnasium keine Aula hat.

Derzeitiger Stand: In der Presse wurde mehrfach berichtet, dass auf dem Gelände des Gymnasiums eine Drei-Felder-Halle (Mehrzweckhalle mit Anbau – Nutzung für Veranstaltungen, Bestuhlung für 1000 Sitzplätze, Integration einer Bühne, Integration der Schulspeisung) gebaut werden soll. Der Landkreis negiert diese Darstellung und verweist auf den letzten Beschluss des Kreistages, dass eine Drei-Felder-Halle (zwar Mehrzwecknutzung, aber ohne Anbau für Schulspeisung) gebaut werden soll. Die Mitglieder des Bauausschusses und des Schulausschusses hätten diese Entscheidung aus Kostengründen getroffen. Man verzichtete auf die Schulspeisung (also den Anbau), weil das Projekt der GFAW im Foyer umgesetzt werden könne.

Das Problem ist, dass das Projekt der GFAW seit vier Monaten ausgelaufen ist. Es werden seitdem keine weiteren Schulen mehr aufgenommen. Den Akteuren des Landratsamtes war dies bekannt, weil der Vorstand des Schulfördervereins immer auf die zeitliche Begrenztheit hingewiesen hat. Den Mitgliedern des Kreistages war diese Information bei ihrer Entscheidung nicht bekannt. Daher wurde hier eine Entscheidung unter falschen Voraussetzungen getroffen, die aus der Sicht der Schulleitung überdacht werden muss.

Jeder, der das Foyer kennt, weiß, dass es für die Schulspeisung keine guten Rahmenbedingungen liefert. Die Schule kann nur auf Essen, das viele Stunden vor dem Verzehr hergestellt wird, zurückgreifen, da die Räumlichkeiten keine Alternative zum Kochen vor Ort erlauben. Des Weiteren ist der Raum für viele Kinder, die essen, wenig geeignet, weil der Schallschutz mangelhaft ist. Von Esskultur- bzw. -atmosphäre kann hier keine Rede sein.

Die einmalige Chance, dem Gymnasium eine anständige, zeitgemäße Schulspeisung zu ermöglichen und damit Familien zu entlasten und Kindern eine gesittete Esskultur zu ermöglichen, ist vertan.

Es ist nachvollziehbar, dass das Projekt „Turnhallenneubau“ sehr viel Geld kostet. Aber sollte man nicht die Schulgemeinschaft entscheiden lassen, ob eine Essensversorgung für mehrere Kinder oder eine Mehrzwecknutzung der Halle als Aula der Schule wichtiger wäre.

  1. Sonstiges

Keine Meldungen, die die Entscheidungsbefugnis der Schulkonferenz erfordern.

 

Minkus-Zipfel

Schulleiterin