Tagebuch eines Schüleraustauschs mit Norwegen

Vom 01.05. bis 08.05. hatten wir in Arnstadt Schülerinnen und Schüler aus Norwegen zu Gast. Unter der Organisation von Frau Hohlbein und Herrn Unger wurde für unsere Gäste ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm erstellt. Die Erlebnisse haben einiger teilnehmende Schüler der 11.Klassen in einem Tagebuch zusammengefasst …

Tag 1: Austausch Arnstadt – Drammen

Nach Ankunft der Norweger am Mittwochabend begleiteten die norwegischen Austauschschüler ihre deutschen Gastgeber die ersten zwei Stunden in den Unterricht. Nach dem darauf folgenden gemeinsamen Frühstück arbeiteten die Schüler am gemeinsamen Projekt der Berufsfindung im jeweiligen Land. Dies beinhaltete das Erstellen einer Website für die Studienmöglichkeiten in Thüringen sowie die Ausarbeitung von mehreren Präsentationen zu verschiedenen Berufsbildern. Nach dem gemeinsamen Mittagessen präsentierten die deutschen Schüler ihren norwegischen Austauschschüler die Sehenswürdigkeiten Arnstadts, wie z.B. die Bachkirche oder den Neideckturm. Zum Abschluss des Tages trafen sich alle am Abend alle, um diesen bei einem gemütlichen Lagerfeuer ausklingen zu lassen.
Annemarie Specht, Nils Mörl

 

Tag 2: Ausflug nach Erfurt

Am Morgen des zweiten Projekttags erwartete uns, stellvertretend für den Bürgermeister Frank Spilling, Frau Martina Lange im Rathaus der Stadt Arnstadt, um uns einen Einblick in die Geschichte und Kultur der Stadt zu gewähren. Dabei lernten nicht nur die norwegischen Austauschschüler verschiedene Seiten von Arnstadt kennen, sondern auch auch die deutschen Projektteilnehmer erfuhren Neues über ihre Heimat. Im Anschluss folgte ein Ausflug nach Erfurt. Bei einer Campusführung an der dortigen Universität wurden unter anderem verschiedene Studienmöglichkeiten vorgestellt. Ein von den deutschen Schülern organisierter Stadtrundgang stellte ein nachmittagsfüllendes Programm dar. Bei einem gemeinsamen Abendessen im “Waldkasino” ließen wir den sowohl aufregenden als auch anstrengenden Tag in entspannter Weise ausklingen.
Ida Graichen, Tabea Hahn

Tag 3: Ausflug nach Leipzig

Am Samstag fuhren wir – der Start war sehr früh für einen Samstagmorgen – mit dem Bus nach Leipzig. Leider hatte das Wetter nicht mitgespielt, so dass wir, bei nasskalten Begebenheiten, zuerst allgemeine Informationen zu Leipzig erfuhren. Um dem Regen zu entkommen, suchten wir Unterschlupf in der berühmten Universität, in der Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt wurden. Nach einer sich anschließenden Stadterkundung “auf eigene Faust” besichtigten wir, aufgeteilt in zwei Gruppen, den MDR und den Flughafen.
Die Besichtigung des Flughafens startete mit Sicherheitskontrollen, bevor uns ein Bus über das Flughafengelände, vorbei an Feuerwehr, DHL-Packzentrale und Verladezentrum, brachte und als krönender Abschluss mit Höchstgeschwindigkeit über die Startbahn sauste.
Auf dem MDR-Gelände gab es eine Studiotour zu erleben. Zusammen mit einem Guide inspizierten wir hautnah die Welt der Medien: die Film- und Nachrichtenstudios, die Entstehungsstätten der Arztserie “In aller Freundschaft” und die Nachrichtenstudios. Multimedial endete die Tour mit einem virtuellen Flug über das Gelände als 360°-Kinoerlebnis.

Tag 4: Familientag

Der Sonntag war als Familientag vorgesehen und man verbrachte diesen individuell in bzw. mit der Gastfamilie. Wir hatten uns dazu entschieden, diesen Tag in einer kleineren Gruppe zu verbringen. Deshalb schlossen wir uns mit anderen befreundeten Familien zusammen, die natürlich auch an dem Austausch beteiligt waren.
Unser Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Danach ging es los zu den wunderschönen Saalfelder Feengrotten mit einer interessante Führung durch die unterirdische Grottenlandschaft. Anschließend gab es einen kleinen Snack auf die Hand und es ging wieder zurück nach Arnstadt, wo wir uns gemeinsam in der Stadtbrauerei zum Bowling trafen, was einen unterhaltsamen und sportlichen Nachmittag brachte. Anschließend versammelten wir uns zum gemeinsamen Barbecue bei einer Familie, um den Abend ausklingen zu lassen. Neben dem gemeinsamen Essen nutzten wir die Zeit, um uns noch besser kennen zu lernen.
Cosima Beck, Clara Steinmann

Tag 5: TU Ilmenau

Am Montag besuchten wir vormittags die TU Ilmenau. Zuerst stellte Stephan Fischer uns die Universität in einem sehr informativen Vortrag vor und informierte uns vor allem über Möglichkeiten für Studenten aus dem Ausland in Ilmenau. Sowohl der Vortrag als auch die anschließende Führung waren in englischer Sprache. Während unseres Rundgangs stellte man uns den Campus der Universität und die unterschiedlichen Fakultäten und Wohnheime vor. Am Nachmittag besuchten wir die AWM-AG im Arnstädter Industriegebiet. Der Vorstand Dr. ing. Scharn stellte uns das Unternehmen in einem interessanten Vortrag vor und besichtigte anschließend mit uns das Firmengelände.
Maximilian Scharn, Mattis Voigt

Tag 6: Berufs- und Studienorientierung

Der Morgen startete pünktlich um 8:00Uhr in unserer Schule, um an unserem Projekt “Berufs- und Studienorientierung im europäischen Ausland” zu arbeiten. Wir hatten uns dann bis 11:30Uhr mit Berichten, Präsentationen zu Berufsbildern und einer Website befasst. Nach dem Mittagessen standen sich die deutschen und norwegischen Schüler in einem Volleyballspiel sowie einem Basketballspiel gegenüber. Zu allerersten Mal gewannen die Norweger in diesem Rahmen gegen die Deutschen im Volleyball, konnten allerdings im Basketball nicht besiegt werden. Anschließend ließen wir den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen ausklingen.
Huyen Ly Hoang Thi

Tag 7: Abschied

Am letzten Mittwoch war dann leider auch schon der letzte Tag unseres Schüleraustauschs. Wir trafen uns deshalb 8:00Uhr in der Schule, um die Woche auch in Anwesenheit von Frau Minkus-Zipfel Revue passieren zu lassen. Anschließend, zur Abfahrt am Arnstädter Hauptbahnhof, stand dann eine tränenreiche Verabschiedung an. Pünktlich um 9:25Uhr stiegen unsere norwegischen Gastschüler dann in den Zug nach Erfurt und traten ihren Heimweg an.
Cosima Beck

 

Insgesamt waren es sehr schöne Tage, die ganz im Sinne der Freundschaft und des kulturellen Austausch standen. Ein großer Dank geht vor allem auch an die Familien, die unsere Gäste so gut aufgenommen und willkommen geheißen haben. Ohne Sie wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen und den Schülerinnen und Schülern wären viele schöne Momente und Erinnerungen, an die sie sich noch lange erinnern werden, entgangen.