„Der Goldne Topf“ – Von Schülern für Schüler inszeniert

„Der Goldne Topf“ – Von Schülern für Schüler inszeniert

„Jaja, die Jugend von heute..“, heißt es in dem von den Schülern des MELISSANTES-Gymnasiums modern inszenierten Theaterstücks „Der Goldne Topf“.

In einem beinahe ausverkauften Haus zu spielen, stellt für jedes Theater heutzutage eine große Herausforderung dar. Dieser Herausforderung stellte sich eine kleine Gruppe Gymnasiasten des Arnstädter MELISSANTES-Gymnasiums und meisterten sie mit Bravour. Vor mehr als dreihundert Zuschauern spielten sie sich in die Herzen der Anwesenden.

Wie Johann Wolfgang von Goethe bereits formulierte, hätte Erfolg drei Buchstaben: „TUN!“ Man könnte es auch mit den Worten des Persönlichkeitstrainers Christian Bischoff beschreiben – er ist der Meinung: „Erfolg besteht aus drei Komponenten: Leidenschaft, harte Arbeit und der unbeirrbare Glaube an eine Zielrichtung.“

Wie ein Märchen begann auch die Inszenierung „Der Goldne Topf“. Es war einmal an einem kalten Wintertag, an dem bei einer Gruppe junger Menschen eine Vision geboren wurde, die zwar nicht gleich die Bretter der Welt bedeuteten, aber die Bretter des wunderschönen Arnstädter Theaters. Visionen bleiben jedoch oftmals im Keim stecken, wenn die vorher zitierten Komponenten nicht vorhanden sind oder einfach der Mut zur Umsetzung fehlt.

Davon kann bei den Gymnasiasten des MELISSANTES-Gymnasiums partout keine Rede sein. Voller Enthusiasmus und einem unbeirrbaren Glauben an die Zielerreichung begründete eine kleine Schülergruppe, nachdem sie im Unterricht E.T.A. Hoffman gelesen hatte, ein Theaterensemble, das Hoffmanns „Der Goldne Topf“ unter dem Motto „Von Schülern für Schüler gespielt“ theatralisch umsetzen und auf die Bühne bringen wollte. Ein Textbuch entstand und wöchentliche, manchmal auch tägliche Proben gehörten ebenso zum Alltag der Gymnasiasten wie auch das Organisieren von Kostümen, das Entwerfen der Plakate und Tickets. Nach monatelanger harter Arbeit voller Begeisterung, aber auch der Verzweiflung und Skepsis, ob dieses Projekt nicht doch für die Schüler eventuell unlösbar sei und sich die Gruppe überschätzt haben könnte, schafften es diese jungen Menschen, ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen, welches von Erfolg gekrönt war. Ein jeder ist in den letzten Monaten seine Rolle hinein gewachsen, hat sich damit identifiziert, mit der Person, die er spielte, ist zu dieser Person geworden.

Es erfüllt mich persönlich mit  großem Stolz, dass ich diese jungen Menschen ein kleines Stück ihres Weges begleiten durfte, und es hat mir unendlich viel Freude bereitet, sie an diesem Projekt wachsen zu sehen. Unsere jungen Künstler haben es geschafft, ihre Vision Wirklichkeit werden zu lassen und in dieser kurzen Zeit trotz Klausuren, Vorträgen etc. wahrhaft Großartiges zu leisten.

Ich möchte noch einmal Goethe bemühen: „Es gibt zwei Dinge, die wir Kindern mitgeben sollten: Wurzeln und Flügel.“ Und diesen jungen Leuten, die bald ihr Abitur erwerben werden, sind Flügel gewachsen, sie haben fliegen gelernt, auch wenn die Anfänge hin und wieder etwas holprig waren.

Der Abend endete wohlverdient mit Standing Ovations und höchstem Lob!

Heike Engel
Stadtführungen/Reiseleitungen
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