Herausforderungen der EU

Ein Expertengespräch zur Flüchtlingsproblematik mit Frau Iwasenko

Gespannt blickten die Schülerinnen und Schüler auf die Graphik “Qualifizierungswege für Personen mit ausländischen Berufsqualifikationen” und waren überrascht, welche Hürden Flüchtlinge zu überspringen haben, um auf dem Arbeitsmarkt vermittelt zu werden.

 

Der Sozialkunde-Kurs unseres Abiturjahrgangs beschäftigte sich in einigen zurückliegenden Stunden mit aktuellen Herausforderungen der Europäischen Union. Die Flüchtlingsthematik schlug dabei den Bogen zur Realität, so dass die “Willkommenskultur” und die sich anschließende “Integration auf den Arbeitsmarkt” Kontroversen des Alltags abbilden.

Um einen Blick in die Realität zu erhalten, empfingen unsere Abiturienten am vergangenen Freitag Frau Iwasenko von der Bundesagentur für Arbeit. Als erfahrene Fallmanagerin betreut die diplomierte Sozialpädagogin im Moment ca. 50 Flüchtlinge. Fehlende Dokumente, notwendige Sprachzertifikate oder die Anerkennung der Qualifizierung aus dem Heimatland sind “nur” prozessuale Baustellen.

Vor allem sind es die Unterschiede in der Wertevorstellung und typisch deutsche Tugenden, die zu Beginn verinnerlicht werden müssen. Besonders Apotheker und Ärzte durchlaufen den Prozess relativ reibungslos. Genauso finden Flüchtlinge im Bau- und Logistikgewerbe schnell eine neue Aufgabe. “Ich kann es an einer Hand abzählen, wer wirklich nicht arbeiten möchte!” bilanziert Frau Ivasenko am Ende der Doppelstunde.